Akute Herz-Kreislauf Erkrankungen sind im Freistaat noch
immer eine der häufigsten Todesursachen. Unser Rettungssystem ist
gut ausgebaut, entscheidend für das Überleben ist allerdings der
beherzte Einsatz lebensrettender Widerbelebungsmaßnahmen der
Ersthelfer, zumeist Laien. Der Einsatz von Defibrillatoren erhöht hierbei
die Überlebenschance um ein Vielfaches und deshalb hat der Freistaat
in den letzten Jahren zahlreiche Defibrillatoren gefördert und in der
Fläche installiert.
Trotzdem ist entscheidend, dass der Ersthelfer schnell und sicher weiß,
wo der Defi-Standort ist und wie dessen Einsatzstatus ist. Und hier gibt
es derzeit keinen einheitlichen Standard oder Datenbank, obgleich es
verschiedene Applikationen und verschiedene Hersteller und
Organisationen bereits erste Datensammlungen haben. Dies soll sich
ändern.
Der Landtag suchte seit Jahren nach einer zentralen Lösung. Mit der
Förderung des Projekts LifeSaver DB – Zentrale AED-Datenbank
Bayern in Höhe von 340.000 Euro, den StSkr Sandro Kirchner heute
an die Björn Steiger Stiftung und an die Deutsche Herz Stiftung will
Bayern eine einheitliche Datenbank mit einheitlichen Standards für alle
Kartenprovider wie z.B. google maps, für Hilfsorganisation und
kommerzielle App-Anbieter anbieten und dadurch diese Lücke
schließen und die Versorgungssituation im Freistaat verbessern.
Bayerischer Landtag
Sascha Schnürer, MdL
Präsident Pierre-Enric Steiger (Björn-Steiger-Stiftung) und
Geschäftsführer Dr. Sinann Al Najem (Deutsche Herzstiftung) freuten
sich über die Finanzmittel und führten aus, dass Bayern hier innovativ
voran geht und zum Vorbild für ganz Deutschland wird. Vor allem zeige
Bayern „Haltung“. Staatssekretär Sandro Kirchner und der Vorsitzende
des Gesundheitsausschusses Bernhard Seidenath dankten den
Stiftungen für die Übernahme des Projektes und berichteten vom ersten
Ansatz aus 2013 bis heute. Sie dankten Kollegen Schnürer für die
Projektierung des Projektes, der innerhalb eines Jahres nun
federführend aus der Idee ein zuschussfähiges Projekt gemeinsam mit
dem interdisziplinären Projektteam entwickelte. Schnürer stellte kurz
das Projekt vor, das mit neuer Projektverantwortlichkeiten und
veränderten Vorzeichen nun rasch in die Umsetzung gehen kann und
sich wohl der gordische Knoten gelöst hat. Er dankte dem Team und
den zahlreich anwesenden Kollegen für die konstruktive
Zusammenarbeit. Die Datenbank wir derzeit für die Aufnahme von ca.
50 tsd Defis im Freistaat konzipiert. Diese Menge könnte die kritische
Anzahl an Datensätzen sein, dass wir hier echt Standards in den
Kartenmaterialien setzen können, so Schnürer
Text und Bild: Abgeordnetenbüro Sascha Schnürer